Geschichte

geschichte1Bescheidener Anfang auf solidem Fundament

Soweit sich die Familiengeschichte hinterleuchten lässt, stammt die seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Thur­gau ansässige Familie Messmer aus dem sanktgallischen Rheintal. Ihre Bürgerrechte sind in den Gemeinden Erlen und Amriswil verbrieft.
Es war im Jahre 1912, als der damals 27jährige Johann Messmer in Riedt bei Erlen ein eigenes Baugeschäft eröffnete. Es war beileibe kein leichter Anfang. Denn sowohl für den Start der eigenständigen Tätigkeit als auch für Bauaufträge standen vorerst wenig Geldmittel zur Verfügung. So war man anfänglich auf handwerkliche Kundenarbeiten auf den mehrheitlich landwirtschaftlichen Anwesen der Bauernsame angewiesen. Sie bildeten die schmale Grundlage der Existenz und einer in zähem Bemühen nur langsam sich anbahnenden Entwicklung. Doch es war allgemein die Zeit eines hoffnungsorientierten Aufbaus wirtschaftlicher und industrieller Zentren, deren Aktivitäten auch den ländlichen Räumen zugute kamen. Mit den Jahren verschaffi:en vereinzelte Neubau-Aufträge die Voraussetzung zur Vergrösserung des Betriebes und zu einer Ausweitung der Belegschaft auf gegen 20 Arbeitskräfte. Sie Hessen sich während einiger Monate sogar ins Engadin verpflanzen, wo der initiative Johann Messmer im Auftrag eines befreundeten Thurgauers den Auftrag erhielt, in Silvaplana ein Hotel zu bauen.


Im Juni 1913 liess sich Johann Messmer in Riedt nieder, nachdem er dort bereits ein Jahr zuvor ein eigenes Baugeschäft eröffnet hatte. Vor dem Wohn- und Geschäftshaus stehend (Bild aus dem Jahre 1920) erkennt man Vater und Mutter Messmer mit den Kindern Nelly und Willy sowie mit einem Arbeiter/­Kostgänger

In den dreissiger Jahren der grossen Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit wurden die Aufträge im Baugewerbe knapp. Im Baugeschäft Messmer war man froh um jeden Auftrag, und war er auch noch so klein. Doch Johann Messmer liess sich nicht entmutigen. Einfallsreichtum, handwerkliches Geschick und ein nie erlahmender Fleiss befähigten ihn, für eine, wenn auch bescheidene, so doch solide ma­terielle Basis seiner nach und nach sich vergrössernden Familiengemein­schaft besorgt zu sein. In der Werk­statt unterhalb der Wohnung begann er, von seiner wackeren, aus dem württembergischen Raume stammen­den Gattin tatkräftig unterstützt, Betonröhren, Zementartikel und Gartenplatten, die in der damaligen Epoche noch nicht fabrikmässig pro­duziert werden konnten, herzustel­len. Die selbstverfertigten Elemente wurden im eigenen Betrieb weiter­verwendet, bildeten aber auch einen hochgeschätzten Nebenverdienst, weil sie sich gut an die Bauern wei­terverkaufen liessen. Der Erlös war allerdings bescheiden. So war man denn bei Messmers von den ersten Morgenstunden bis in die späte Nacht hinein auf den Beinen. Es gab weder eine geregelte Arbeitszeit noch einen pünktlichen Feierabend. Bis zu 17 Stunden im Tag war man im Ein­satz. Das Betonröhrenstampfen war, in Ermangelung geeigneter Maschi­nen, eine physisch schwere und ermüdende Arbeit, in die auch die drei Kinder, insbesondere der ältere der beiden Buben- Willy- einge­spannt wurden.

An einem für jene Zeit unkonven­tionellen Grundsatz hielt Johann Messmer unverbrüchlich fest: an den Samstagen wurden alle Arbeiten bereits um fünf Uhr nachmittags - eine bis zwei Stunden früher als allgemein üblich- eingestellt. Haus, Werkstatt und Hof waren um diese Zeit bereits saubergeputzt. Ein etwas festlicheres Essen - zumeist aus einer Bratwurst bestehend - leitete den sonntäglichen Ruhetag ein. «Das sind arme Men­schen, die erst am heiligen Sonntag mit ihrer Arbeit und ihren dem Ge­schäft nachhängenden Gedanken zu Ende kommen», pflegte Johann Messmer zu sinnieren.

Im Jahre 1947, nach 35jähriger, nie nachlassender Aufbauarbeit gab Johann Messmer zu erkennen, dass er- unter der Last der Jahre und der vielfältig sich auftürmenden Schwie­rigkeiten müde geworden - den Be­trieb in Riedt nicht mehr weiterfüh­ren wolle. Er war klug genug, einzusehen, dass die Zeit, in der sich Arbeitsrapporte und Buchhaltung noch im «Sackbüchlein» nachführen liessen, endgültig abgelaufen war.

Eine neue Epoche der Unterneh­mensführung war angebrochen. Sie war gekennzeichnet durch eine fort­schrittliche technische Entwicklung, durch Umstellungen auf ungewohnte und moderne Baumethoden und durch komplizierte und aufwendige administrative Neuerungen, die der inzwischen 62jährig gewordene Fir­mengründer und -inhaber nicht mehr zu bewältigen bereit war. Kommt dazu, dass er vom Kanton einen ihn restlos zufriedenstellenden und den Alltag voll erfüllenden Auftrag erhielt, Schätzungen für die Brand­versicherung durchzuführen. Der Zeitpunkt einer Übergabe der Fir­menleitung an die zweite Generation, deren Wirken er noch bis ins Jahr 1961 mitverfolgen durfte, war angebrochen.

Die zweite Generation:
Vom Seilbahnbauer zum Bauunternehmer

Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm - in seinem 30. Lebensjahr - der am 3. Septem­ber 191 7 geborene älteste Sohn Johann Messmers, Willy, das Bau­geschäft in Riedt aus seines Vaters Hand ... mehr dazu gedrängt als aus innerem Antrieb.

Während der Aktivdienstzeit hatte sich nämlich Willy Messmer mit Herz und Seele der Aufgabe des Seil­bahnbaus verschrieben. Dem Offizier der Genietruppen wurde das Kom­mando der ersten Seilbahnkom­pagnie der Schweizer Armee übertra­gen. In der Zeit von 1942 bis 194 7 wurden unter seiner Aufsicht über 150 km Seilbahnen in allen Teilen der Schweiz gebaut. Im Auftrag des Geniechefs der Armee beteiligte er sich an der Entwicklung von 70 mo­dernen Seilbahneinheiten, deren feld­mässigen Bau er befehligte. Und als der Krieg zu Ende war, wurde ihm die Einlagerung und Liquidation der nicht mehr benutzten Seilbahnein­richtungen der Truppen übertragen.

Dabei hatte Willy Messmer im väterlichen Betrieb den Beruf eines Maurers erlernt. Als junger Berufs­mann besuchte er in den Winter­monaten als Tagesschüler die bau­fachlichen Weiterbildungskurse an der Gewerbeschule in St. Gallen, aus denen später die Polierschule hervor­ging. Sein Wunsch nach einem aus­gedehnten Auslandaufenthalt schei­terte am Ausbruch der Kriegswirren im Jahre 1939. Von eben diesem Zeitpunkt an nahm ihn das Militär voll in seine Dienste, zumal der Kriegsausbruch und die Mobilisie- rung der Wehrmänner die private Bautätigkeit jäh veröden liessen.

Unter dem Druck des Vaters, dass er das von ihm aufgebaute Geschäft ver­kaufen werde, aber auch dem weisen Rat seines militärischen Freundes, Oberst Alfred Oehler, folgend, kehrte Willy schliesslich doch auf den Bau zurück. Eine fast abenteuerlich anmutende Epoche der Bewährung in heiklen Lebenslagen, aber auch eine Tätigkeit, bei der viel Selbst­sicherheit und eine grosse Lebens­und Führungserfahrung gesammelt werden konnten, war vorbei. Ein neuer Abschnitt mit neuen Aufgaben im Leben des Unternehmers Willy Messmer nahm seinen Anfang.

Die gelernte Rotkreuz-Kranken­schwester Lisbeth Messmer, die dem alten thurgauischen Geschlecht der Fehr aus Schönenberg an der Thur entstammt, war bereits 1942 Willy Messmers Gattin geworden. Sie sorg­te sich nicht nur um das traute Heim und eine traditionell christliche Erziehung der drei Kinder - zweier Buben und einer Tochter-, sondern sie gab auch den unternehmerischen Bemühungen ihres Mannes einen starken Rückhalt und half im Ge­schäft als versierte Bürokraft bei der Erledigung von Buchhaltungsarbei­ten sowie im Lohn- und Abrech­nungswesen tüchtig mit.

Im Baubetrieb eröffnete sich Willy Messmer ein weites Aktionsfeld, das er mit Tatendrang und Entschlossen­heit anging. Als einer der ersten erkannte er die Vorteile des Einsatzes von Maschinen auf dem Bau. Er be­schaffie sich u. a. einen Grabenbag­ger und widmete sich während Jah­ren der Verkabelung von Telefon­freileitungen. Zugleich nahm er sich aber auch in zunehmendem Masse der ihm näherliegenden Hochbauauf­gaben an. Im Einzugsgebiet seines Baugeschäftes erstellte er Wohnun­gen, Einfamilienhäuser und selbst Industriebauten, die er nicht nur nach den Plänen von Architekten ausführte. Nicht selten nahm er die Projektierung und Detailplanung selbst an die Hand.

Als im Jahre 1964 sein Bruder Kurt Messmer ins Baugeschäft eintrat, konnte man sich auch neuen Bauauf­gaben und einem erweiterten Tätig­keitsgebiet zuwenden. Der Betrieb entwickelte sich zusehends.

Im Zusammenhang mit dem Bau von Gewässerschutzanlagen galt es, Kanalisationen zu erstellen und beträchtliche Erdmassen zu bewegen. Die Lösung dieser Aufgaben zwang zu weiterer Mechanisierung und zur Anschaffung leistungsfähiger Erdbau­maschinen. Doch die Diversifikation des Leistungsangeb.9tes musste be­dächtig betrieben werden und auf die ländlichen Bedürfnisse ausgerichtet bleiben. Dank vorsichtiger Unterneh­mensführung wuchs mählich ein solid fundierter, mittelgrosser Bau­betrieb heran, der in guten Zeiten bis zu 100 Arbeitskräfte beschäftigte.

Im Jahre 1963 verliess Willy Mess­mer mit seiner Familie das väterliche Haus in Riedt und liess sich in Sul­gen nieder, wo er sich ein eigenes Heim erbaute. Wenige Jahre später wurde auch das Baugeschäft an den neuen Wohnort verpflanzt. Im Jahre
1967 ergab sich nämlich der Glücks­fall, den Baubetrieb von Ingenieur Ernst Billeter übernehmen zu kön­nen und den Geschäftssitz, dessen räumliche Verhältnisse und ver­kehrsmässige Bedingungen den An­sprüchen eines wachsenden Betriebes nicht mehr zu genügen vermochten, von Riedt ebenfalls nach Sulgen zu verlegen.

Die dritte Generation:
Doppelspännig weiter voran

Die Übernahme von Verbandsauf­gaben - vorerst jener im Gebiet des Thurgaus, später dann auch in der landesumspannenden Organisation der Baumeister - brachten Willy Messmer zusätzliche und zeitrauben­de Verpflichtungen, die seine ange­stammten Obliegenheiten als Chef des von ihm betreuten Bauunterneh­mens nicht unerheblich belasteten. Mehr und mehr sah sich der alleinige Firmeninhaber gezwungen, nach der einen oder andem Seite Ballast und Verantwortung abzugeben.

Im Jahre 1964, mitten in einer kon­junkturell turbulenten Phase der Bauwirtschaft, berief er seinen um 13 Jahre jüngeren Bruder, den am 29. August 1930 geborenen Kurt Messmer, in den Betrieb.

Kurt Messmer war zwar zum Zeit­punkt der Übernahme leitender Funktionen im Baubetrieb seines Bruders kein Mann des Bauens. Maschinenschlosser war sein erlern­ter Beruf. Er widmete sich dann einem intensiven Studium auf dem Gebiet der Automobiltechnik und schloss seine Technikumsausbildung als Automobil-Ingenieur HTL ab. Mit dem routinierten Willy Messmer und mit einem tüchtigen, in allen Fragen der Bautechnik beschlagenen Mitarbeiterstab an der Seite wurde der mit einem ausgeprägten Ver­ständnis für die Lösung technischer Aufgaben bestens ausgewiesene Kurt Messmer sehr schnell in die Materie der Leitung des Baugeschäftes und der vielfältigen Baustellenprobleme eingeführt. Es gelang ihm aber auch in ausserordentlich kurzer Zeit, den Respekt und die Anerkennung der projektierenden Ingenieure und Architekten, wie auch das Vertrauen und die Wertschätzung der jeweiligen Auftraggeber zu erwerben.

So konnte sich Willy Messmer mehr und mehr von der Last der Unterneh­mensleitung befreien. Immer mit dem Gedanken eines sukzessiven und geordneten Ablöseprozesses beschäf­tigt, wurde das Baugeschäft von Willy Messmer in Sulgen im Jahre 1969 von einem Einzelunternehmen in eine Familien-Aktiengesellschaft umgewandelt.

Inzwischen hatte sich nämlich der ältere der beiden Söhne Willy und Lisbeth Messmers, der am 25. Oktober 1945 geborene Werner Messmer, entschlossen, in die Fussstapfen sei­nes Vaters zu treten. Er absolvierte vorerst eine Lehre als Hochbauzeich­ner und erlernte anschliessend auch noch den Beruf des Maurers. 1970 bestand er die Prüfung als Baupolier. Nach dem Besuch der Bauschule Aarau, die er 1972 mit dem Baufüh­rerdiplom abschloss, erwarb er sich schliesslich, ausgewiesen mit dem Schulsack der Baumeisterschule des SBV-Ausbildungszentrums von Oberkirch/Sursee, im Jahre 1974 den Titel des diplomierten Baumeisters. Ausgerüstet mit einem fundiert abge­stützten Wissen und Können des vielseitig geschulten praktisch geüb­ten Baufachmannes wurde Werner Messmer an die Seite des inzwischen mit der Praxis des Bauschaffens gründlich vertrauten Kurt Messmer am 1. Mai 1975 ebenfalls in die Ge­schäftsleitung des Bauunternehmens berufen.

 

Seither wird also der Karren der Messmer AG in Sulgen doppelspän­nig gezogen und kommt dank flottem Teamgeist und einer tüchtigen Beleg­schaft gut voran. Und notfalls steht im Hintergrund immer noch der Prä­sident des Familienunternehmens, Willy Messmer, dessen Kompetenz, Erfahrung und Urteilssicherheit nach wie vor gefragt, hoch geschätzt und auch respektiert werden.

Eine dauerhafte und saubere Lei­stung auf dem Bau muss schon bei der Betriebsorganisation, beim Sinn für Ordnung und Sauberkeit, bei ein­wandfrei gepflegten Maschinen und Geräten, bei gut unterhaltenem Ma­terial und einem dementsprechend konzipierten Werkhofbeginnen. Die­ser Unternehmensphilosophie entsprechend, wurde 1974 dem Geschäft ein moderner, bis ins Detail durch­dachter Werkhof angegliedert.

Der technische Apparat und eine noch so perfekte Administration gereichen indessen einer Unterneh­mung nur dann zum Nutzen, wenn die Vorgesetzten mit mindestens glei­cher Hingabe und Aufmerksamkeit Sorge tragen zu ihren Mitarbeitern. Das wusste man allezeit auch bei der Messmer AG. Das vielzitierte «gute Arbeitsklima» sowie die Sicherstel­lung des Personals im Arbeitsprozess und im Alter waren nie bloss Schlag­worte, sondern wurden auch in der Praxis realisiert. In keinem Fall sah oder sieht man in den Arbeitskräften einen nur gerade zum Leistungsfak­tor degradierten Betriebsbestandteil.

Diese Grundhaltung kommt u. a. durch die Tatsache zum Ausdruck, dass die Messmer AG schon seit über 15 Jahren einen hohen Anteil des Jahresertrages an ihre Arbeitnehmer in Form einer Treue- und Erfolgsprä­mie zurückerstattet. Nach einem fest­gelegten Bewertungssystem werden die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die anvertraute Stellung, die Qualität der erbrachten Leistung und die Ein­satzfreudigkeit berücksichtigt.

Damit sich bei der Messmer AG auch die Gastarbeiter gut aufgehoben fühlen, wurde für sie im Jahre 1984 ein zwar einfaches, aber zweckmässig und gemütlich eingerichtetes Gast­arbeiterhaus erstellt.

Die Erkenntnis, dass unsere Demo­kratie, das Zusammenleben der Menschen in unserer Gesellschaft und unser soziales Wirtschaftssystem nur dann funktionieren können. wenn sich immer wieder Menschen finden. die bereit sind, für deren Pflege und Fortbestand mehr zu leisten als der Durchschnitt, sitzt tief in der Mess­merischen Geisteshaltung. Den Vor­bildern des Firmengründers und Willy Messmers folgend, hat sich denn auch die dritte Unternehmer­generation neben der Erfüllung der Pflichten im Beruf und als Familien­väter den Anliegen der Öffentlichkeit zugewandt.

Kurt Messmer übernahm im Jahre 1970 das Präsidium der Wasserver­sorgung von Riedt/Ennetaach. 1979 wurde er Mitglied der Ortskommis­sion und Gemeindeschreiber von Riedt. Während 15 Jahren komman­dierte er die Feuerwehr der Ortsge­meinde Riedt und der Munizipal­gemeinde Sulgen.

Werner Messmer, verheiratet und Vater von vier Kindern. komman­diert zur Zeit im Rang eines Majors ein Panzer-Stabsbataillon. Wie schon sein Vater, wurde auch er mit dem Präsidium des thurgauischen Bau­meisterverbandes betraut, das er seit 1986 inne hat. Daneben präsidiert er die Schulgemeinde von Kradolf­Schönenberg. Ausserdem können verschiedene weitere Institutionen von seiner wertvollen Mitarbeit und Unterstützung profitieren.

So rundet sich das Bild der Men­schen im Leben eines Bauunterneh­mens, das vor 75 Jahren einen bescheidenen Anfang nahm, dann aber durch die Tüchtigkeit und die Um­sicht seiner Führungspersönlichkei­ten und seiner zuverlässigen, zumeist seit vielen Jahren im Unternehmen tätigen Mitarbeiter an Profil gewann und an Ansehen kräftig zunahm.

Hier spürt man den Wert und die Bürde einer von drei Generationen hochgehaltenen Tradition, einer Tra­dition, die ihre Quelle in der boden­ständigen Herkunft, im unermüdli­chen und erfolgreichen Bemühen zur Meisterung der Lebensaufgaben in der Familie, im Beruf wie in der Gesellschaft, ebenso sehr aber auch in der christlichen Gesinnung einer unabdingbaren Hilfsbereitschaft hat. Es ist eine Tradition, die nicht in das Museum, sondern auf den Markt­platz des Lebens führte. Es ist auch eine Tradition, die immer wieder neue Kräfte entfaltete und so die Wurzeln des vor 75 Jahren gepflanz­ten Bäumleins tiefer in den Boden greifen liess, damit es zum Baum wachsen und fester stehen konnte. Das Werk dreier Messmer-Genera­tionen lässt erkennen, dass Vergan­genheit und Gegenwart sich hier nicht trennen lassen. Sie sind eine nicht wegzudiskutierende Einheit. Hier irren alle jene, die meinen, die Geschichte höre stets mit den Alten auf und fange immer neu bei den Jungen an.

Die vierte Generation

2001 stiess Roman Messmer, ältester Sohn von Werner Messmer als frisch ausgebildeter Bauführer SBA zur Messmer AG.
Als gelernter Maurer absolvierte er von 1998 bis 2001 die Bauführerschule mit Vertiefungsrichtung Hochbau in Aarau.
Nach erfolgreicher Diplomprüfung übernahm Roman Messmer die operative Geschäftsleitung.
Sein Vater Werner Messmer zog sich Aufgrund seiner Tätigkeiten im Verband und der Nationalen Politik aus der aktiven Geschäftsleitung zurück.
Es folgte eine intensive Einarbeitungszeit. Neue Geschäftsfelder wurden erschlossen, die Firma neu auf den Markt ausgerichtet. Diverse Umstrukturierungen und Optimierungen prägten die ersten Jahre als neuer Geschäftsführer.

Von 2005 bis 2008 absolvierte Roman Messmer die Ausbildung zum eidg. dipl. Baumeister im Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes in Sursee und schloss diese erfolgreich ab.

Der Zukauf der Firma Thur Gips AG sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma BLP Baumanagement GmbH erweiterten die Angebotsbreite an Bau - und Baudienstleistungen.

Ebenfalls wurden die nicht operativen Geschäftszweige in die Messmer Immobilien und Beteiligungs AG überführt, um den Baubetrieb schlank weiterführen zu können.

2015 erfolgte eine Umfassende Sanierung des Bürogebäudes sowie eine Aufstockung, um der Firma BLP GmbH eigene Büroräumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können.

2016 fand der definitive Inhaberwechsel des Gesamtbetriebes von Werner Messmer an Roman Messmer statt.

Die Freude am Bauen und zufriedene Kundschaft prägen den Charakter der aktuellen Firmenleitung und dies wird von der ganzen Geschäftsleitung sowie den Kadern und Mitarbeitern aktiv nach aussen getragen.

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